Aktuell:

Auf OpenPetition steht nun eine Petition fऩe Einf⵮g einer umfassenden Schonzeit fƼchse bereit - wir bitten um rege Beteiligung!

Petition zur Einf⵮g einer Schonzeit fƼchse



Gemeinsame Erkl䲵ng zur Einf⵮g einer Schonzeit fƼchse

Die vorliegende Erkl䲵ng stellt Missst䮤e im Bereich der Fuchsbejagung dar, nennt wissenschaftliche Fakten und leitet daraus Forderungen zur Įderung der Jagdgesetzgebung von Bund und L䮤ern ab. Die Unterzeichner der Erkl䲵ng besitzen zum Teil ganz unterschiedliche Hintergr䥠und vertreten unterschiedliche Positionen zur Jagd im allgemeinen, bekennen sich aber nichtsdestoweniger uneingeschr䮫t zu den folgenden Ausf⵮gen und dem hier formulierten gemeinsamen Ziel.

Zur vermeintlichen Notwendigkeit der Fuchsjagd

Etwa 600.000 F賥 werden in Deutschland jedes Jahr erlegt. Der Rotfuchs ist eine der wenigen einheimischen Wildtierarten, die in den meisten Bundesl䮤ern ganzj䨲ig bejagt werden. Dabei kommen auch besonders umstrittene Jagdarten wie die Bau- oder die Fallenjagd zum Einsatz. Da Fuchspelze kaum noch gefragt sind, werden die meisten erlegten F賥 kurzerhand in der TierkⰥrbeseitigung entsorgt 宴er kritischen J䧥rn spricht man bereits vom Rotfuchs als 姷erfartikel Nummer eins鮠unseren W䬤ern.

Als Rechtfertigung fऩe starke Bejagung des Fuchses wird vom Deutschen Jagdschutzverband (DJV) und seinen Landesverb䮤en angef⴬ man m㥠die wachsende Fuchspopulation im Zaum halten, etwa, um der Ausbreitung von Seuchen (Tollwut) und Fuchsbandwurm Einhalt zu gebieten. Tats䣨lich kann man die Fuchsdichte mit jagdlichen Mitteln jedoch nicht regulieren: Je mehr F賥 durch Jagd oder Unf䬬e sterben, desto st䲫er steigt die Geburtenrate. Andersherum fⴠeine sinkende Sterblichkeit durch soziale Regulationsmechanismen der Fuchspopulationen zu weniger Nachwuchs. Von einer wie auch immer gearteten Notwendigkeit, F賥 zur vermeintlichen Bestandsreduktion zu bejagen, kann also keine Rede sein.

Kein Platz fԩerschutz?

Aspekte des Tierschutzes scheinen beim Umgang mit F賥n leider oft eine untergeordnete Rolle zu spielen. So ist in den meisten Bundesl䮤ern fथn Rotfuchs keine Schonzeit festgelegt. Lediglich Elterntiere, die fऩe Aufzucht noch unselbst䮤igen Nachwuchses erforderlich sind, genieߥn nach ⠁bs. 4 des Bundesjagdgesetzes kurzzeitigen Schutz vor menschlichen Nachstellungen. Die Einsch䴺ung dessen, welches Tier wie lange fऩe Jungenaufzucht notwendig ist, bleibt dabei jedoch weitgehend dem J䧥r 岬assen. Wie Altersklassifizierungen von Jungf賥n in Wildtierauffangstationen zeigen, ist der Variationsbreite des Paarungs- und des Geburtstermins bei F賥n betr䣨tlich. Noch weit im April kommen Welpen zur Welt. Es kann daher fr峴ens im September davon ausgegangen werden, dass Jungf賥 vollst䮤ig von ihren Elterntieren unabh䮧ig sind. Diskussionen in Jagdforen zeigen hingegen, dass einige J䧥r bereits im Juni wieder auf erwachsene F賥 schieߥn 宧eachtet der Tatsache, dass im April geborene Welpen dann gerade erst der Muttermilch entw讴 sind.

Die untersch䴺te Vaterrolle des Fuchsr宼/h3>

Dar岠hinaus herrscht in der Fachliteratur zum Fortpflanzungsverhalten des Rotfuchses breiter Konsens dar岬 dass dem Fuchsr宠durch die Versorgung der Familie mit Nahrung eine zentrale Rolle bei der Welpenaufzucht zukommt. Selbst in g䮧igen Jagdlehrb襲n (z.B. Blase, Die J䧥rpr宧) wird auf diese wichtige Funktion des Fuchsvaters hingewiesen. Kann er diese nicht erf쥮, so beeintr䣨tigt dies die Kondition der Welpen in gravierendem Ausmaߠund fⴠmitunter zu ihrem Tod. Folgt man dem Anspruch von ⠁bs. 4 des Bundesjagdgesetzes, m㴥 man also gew䨲leisten, dass Fuchsr宠bereits nach der erfolgreichen Paarung mit einer F賩n vor Nachstellungen gesch괠werden. Stattdessen f䬬t die Zeit intensivster Fuchsbejagung (etwa die sogenannten 壨swochenથdoch gerade auf die Paarungszeit der F賥 in den Monaten Januar und Februar.

L䮧st 岦䬬ig: Schonzeit fƼchse

Die hier skizzierten Missst䮤e zeigen auf, dass klare Regelungen ohne Interpretationsspielraum erforderlich sind, um dem Fuchs ein Mindestmaߠan Schutz zu sichern. Die Einf⵮g einer umfassenden Schonzeit in allen Bundesl䮤ern, die ihn mit Beginn der Paarungszeit vor Nachstellungen sch괠und zumindest bis zum vollst䮤igen Selbst䮤igwerden der Jungen reicht, ist l䮧st 岦䬬ig.